Basisthema Gesundheit / 2

Gesundheit,  3. Säule der Humaneutik® (Teil 2, Spontanheilung)

Monatsbeitrag November 2020

Von Peter W.

Was macht uns krank?

Im Teil 1 zum Thema Gesundheit hatten wir das Sprichwort „Hilf dir selbst, dann hilft Dir Gott“ aufgegriffen. Wie dabei festgestellt, machen wir viel zu wenig Gebrauch davon. Besonders jetzt im Herbst, wenn viele Menschen Probleme mit Erkältungen, Schupfen und Husten haben, können wir für uns selbst viel tun. Es gibt viele bekannte Hausmittel, die wir anwenden können. Ich verwende zum Beispiel jeden Morgen eine Nasenspülkanne und mache eine Nasendusche. Auch nutze ich seit Jahren das Wechselduschen, um mein Immunsystem zu stärken. Wichtig ist auch, das Immunsystem zu entlasten durch weniger Stress und viel Schlafen, um die Regeneration zu fördern. Und wenn wir uns wirklich einmal erkältet haben, können wir es gleich zu Beginn mit einem Zinkpräparat abfangen. Dies und andere Möglichkeiten sind nicht neu aber wert, wieder einmal erwähnt zu werden.

Aber warum werden wir überhaupt krank? Der Begründer der RBTI-Therapie der Amerikaner Dr. Carey Reams definierte es so: Krankheit beginnt an dem Tag, an dem der Körper mehr Energie verbraucht als er aufnimmt. Weiter sagte Reams: „Ionisation ist Gottes Gesetz, das Dinge zusammenfügt und sie Ionen für Ionen auseinander nimmt“. Ionen sind elektrisch geladene Teilchen und da unsere Informationsübertragung über die Nervenbahnen elektrisch funktioniert, sind sie zum Beispiel wichtig für die Kommunikation der Körperzellen untereinander. Zwei wichtige Ionen sind Natrium- und Kalium-Ionen. Die Ionen dieser beiden Mineralstoffe dienen zur Übertragung der Informationen und Steuersignale über die Nervenbahnen. Auch unser Blut wird über Ionen in die feinsten Kapillaren der Blutgefäße transportiert, da unser Herz nicht den Druck aufbringt, das Blut in diese feinen Verästelungen zu drücken.

Ganz unbemerkt und nebenbei haben wir bereits einige Punkte gesammelt, die für eine Spontanheilung wichtig sind, wir müssen aktiv werden und dafür sorgen, dass der Körper alles bekommt, was er zum optimalen Funktionieren benötigt. Geschieht das nicht, wird er krank!

Spontanheilung

Was aber nun, wenn jemand so schwer krank ist, dass die behandelnden Ärzte  nur noch ein kurze Lebenszeit einräumen? Nicht immer ist dann alles hoffnungslos, wie immer wieder Spontanheilungen gezeigt haben, die schulmedizinisch nicht erklärbar sind.

Bei der Klärung dieses Phänomens hat sich die amerikanische Psychotherapeutin Dr. Kelly A. Turner** auf dem Gebiet der Integrativen Medizin, speziell der Krebsforschung, einen Namen gemacht. Sie reiste um die Welt und suchte zahlreiche Patienten auf, bei denen sich lebensbedrohliche Karzinome unerwartet und unerklärlich zurückgebildet hatten. Sie sprach dabei auch mit Heilern, Heilpraktikern, Ärzten und Psychotherapeuten. Das Ergebnis war, dass sie aus diesen weltweiten Forschungen neun Punkte zusammenstellte, mit denen man die Spontanheilung bei Krebspatienten begünstigen kann. Der Ansatz für diese Punkte geht von einer ganzheitlich integrativen Medizin aus, die im wirklichen Sinne die drei Grundexistenzebenen Körper, Geist und Seele einschließt. In Verbindung damit nun die neun Punkte:

 Die 9 Schritte zur Spontanheilung

  1. Schritt: Komplette Umstellung der Ernährung

Am besten alles Fleisch, Süßigkeiten und Milchprodukte komplett streichen und auf vegetarische oder vegane Ernährung umstellen.

  1. Schritt: Selbst die Kontrolle über die eigene Gesundheit übernehmen

Voraussetzung dabei ist die Bereitschaft, die Diagnose anzuerkennen und sich ihr zu stellen. Die persönliche Initiative ist erforderlich, allein alles auf einen Arzt abzuschieben nach dem Motto ‚Der richtet’s schon’, ist kontraproduktiv und führt nicht zum Erfolg. Wir sind die Manager unseres Körpers und es ist unsere Verantwortung, uns darum zu kümmern.

  1. Schritt: Der eigenen Intuition folgen

Intuition und Überlebensinstinkte sind Teil des Menschseins. Besonders in Extremsituationen ist es wichtig, dass wir unserem Körper vertrauen. Unser Körper lügt nicht, wir müssen wieder lernen, genau hinzuhören, uns ihm zuwenden, damit wir seine Weisheit hören können.

  1. Schritt: Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel nehmen

In unserer heutigen Industriegesellschaft ist das Angebot an Vitalstoffen stark geschrumpft, wir erhalten oft nur noch Nahrungsmittel aber keine Lebensmittel, um unseren erforderlichen Bedarf ausreichend zu decken. Auch hier sind wieder wir selbst gefordert, und auf dem Markt umzusehen, was an geeigneten Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln angeboten wird.

  1. Schritt: Unterdrückte Emotionen und unbearbeitete Gefühle loslassen

Aus meiner Coachingarbeit ist mir gut bekannt, wie viel Energie es kostet, Gefühle zu unterdrücken, die nie bearbeitet wurden. Oft sind sie noch nicht einmal bewusst und müssen erkannt werden, um sie dann aufarbeiten zu können. Hier wirkt auch vielmals die Scham im Hintergrund, die ich schon oft angesprochen habe. Diese unbearbeiteten Energien blockieren das gesamte Körpersystem, sind Energieräuber, die uns die Energie zur Heilung rauben.

  1. Schritt: Positive Emotionen verstärken

Gleich vorweg … positives Denken reicht hier nicht aus! Gedanken sind Energie, sie erzeugen ein Energiefeld, eine Gedankenform. Die Qualität des Gedankens bestimmt die positive Wirkung der Gedankenform. In Verbindung mit dem Gefühl bekommt die Gedankenform die nötige Kraft, sich zu verwirklichen. Wichtig ist die Haltung dahinter. Die Hoffnung, dass sich der Gedanke verwirklicht, hat keine Chance, in Hoffnung steckt zuviel Zweifel. Auch im Glauben steckt noch Restzweifel, nur das Wissen darum, dass sich der Gedanke verwirklicht, hat eine reelle Chance. Wenn ich denke und sage „Ich bin gesund“ dann muss ich es wissen, dann ist es auch so und der Körper kann es realisieren.

  1. Schritt: Soziale Unterstützung zulassen

Hier sind zum Beispiel Menschen gemeint, die helfen und das Bestreben nach Heilung unterstützen. Dies können sein der Ehepartner, Familienmitglieder, gute Freunde oder Kollegen, ein Arzt oder Psychologe unseres Vertrauens, unser persönlicher Coach und auch, wenn wir so wollen, Vertrauen in Gott. Hier kommt eine der drei Komponenten des Kohärenzgefühls zum Tragen, die Handhabbarkeit, die wir im Rahmen der Salutogenese im Teil 1 zum Thema Gesundheit angesprochen haben.

  1. Schritt: Die spirituelle Verbindung vertiefen

Hier heißt es, die Achtsamkeit für sich vertiefen, sich sammeln, in sich sein, die ganzen Phänomene des Umfeldes und der Umwelt wahrnehmen und aufnehmen. Wer es bis dahin noch nicht in sein Tagesprogramm aufgenommen hat, der sollte beginnen regelmäßig zu kontemplieren und meditieren. (von medium und itari, ’in die eigene Mitte gehen’). Mit der spirituellen Entfaltung wächst auch das Verstehen unseres Lebens.

  1. Schritt: Starke Gründe für das Leben haben

Hier steht im Vordergrund die Frage, warum jemand eigentlich sterben will … vielleicht einfach nur, weil keine Lust mehr zum Leben vorhanden ist? Warum denn nicht? Welchen überwältigenden Grund können wir uns vorstellen, für den es sich lohnt zu leben?

Hier sind wir bei einer weiteren Komponente des Kohärenzgefühls, der Verstehbarkeit. Sie  ist explizit der Kern des Kohärenzgefühls. Sie bezieht sich auf das Ausmaß, wie wir innere und äußere Einflüsse unseres Lebens als sinnhaft wahrnehmen. Wenn wir die Einflüsse als geordnet, strukturiert und klar erkennen, die tieferen Zusammenhänge von Situationen und des Lebenshintergrundes verstehen, verliert das Leben seinen ungeord­neten, chaotischen und unerklärlichen Schrecken. Wir verstehen die Zusammenhänge der Situationen und des Lebens und erreichen das Verständnis, dass es keine Zufälle gibt und wir die Architekten unseres eigenen Lebens sind. So bleibt uns immer häufiger die Flucht in die Krankheit erspart. So werden viele Ereignisse und Einflüsse im Leben vorhersagbar oder können, wenn sie unverhofft eintreten, besser eingeordnet oder erklärt werden: „Danke für diese Situation, dies ist meine nächste Entwicklungsstufe“! Ein weiterer Aspekt der spirituellen Entfaltung.

Finde die die höchste Vision Deines Lebens, für die es sich lohnt weiterzuleben, finde Deinen KAIROS!

 

Die tieferen Zusammenhänge sind Thema in den Humaneutik®-Seminaren und der Ausbildung zum Humaneutiker®.

Thema nächste Beitrag Dezember: “Perlenanalyse”

Alle verfügbaren Beiträge (2017-2020) in der Gesamtübersicht.

 

** Dr. Kelly A. Turner hat über Ihre Forschungen ein Buch veröffentlicht mit dem Titel:
9 Wege in ein krebsfreies Leben“ – Wahre Geschichten von geheilten Menschen
In Deutsch erschienen im IRISIANA Verlag

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Ein Kommentar zu “Basisthema Gesundheit / 2
  1. Korai sagt:

    Hallo Peter W.,
    irgendwie macht Deine Beschreibung für mich Sinn. Daraus leite ich die Vermutung ab, dass Du Deinen Kairos kennst. Und wo Du schon davon geschrieben hast, ich kenne meinen auch. Bleibt nur die Frage, wie ist die Schnittmenge? Und das möchte ich gerne mit allen teilen, wenn es eine Resonanz auch zu Deiner Bestimmung (Kairos) gibt, dann bitte komm, komm und nochmals komm, wir habe schon lange auf Dich gewartet.

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